Was bedeutet eigentlich bedürfnisorientiert?

Nehmen wir das Wort mal auseinander:

Bedürfnisse – Orientierung

Also orientieren wir uns an den Bedürnissen der Menschen um uns herum.

Diese sind für jeden andere!

Und in jedem Alter zu jeder Zeit sind sie auch anders! Sie ändern sich immer wieder!

  • Als 1. stehen natürlich in den 1. 12 Monaten die Bedürfnisse von Deinem Neugeborenen im Vordergrund!
  • Ab ca. einem Jahr solltest Du Dich aber wieder an 1. Stelle stellen!
  • Ab jetzt geht es darum, das Du Dir jetzt auf die Bedürgnisse der gesamten Familienmitglieder beziehst!
  • Was braucht jeder Einzelne?
  • Was brauchst Du?

Bedürfnisorientiert bedeutet für mich:

Meine Bedürfnisse, die meines Partners und die meiner Kinder zu befriedigen!

Hier geht es nicht um die materiellen Bedürfnisse, sondern um die zum Überleben:

Liebe, Vertrauen, Bindung, Nestwärme, Frieden, Essen, Trinken!

Dazu gehört für mich, das Kind ernst zu nehmen, in jeder Hinsicht!

Bei Scmherzen, Unwohlsein, Ärger, Angst oder auch Gefühlen und Situationen, wo das Kind selber nicht weiß, was los ist!

Zum Beispiel gehört für mich dazu, Sätze zu vermeiden wie:

  • Ach, das tut doch nicht weh
  • Ist noch nicht so schlimm
  • Stell Dich nicht so an
  • Da muss jeder durch
  • Das Leben ist halt schwer
  • Jungs weinen nicht
  • Du musst stark sein

Mit solchen Sätzen gewöhnen wir unseren Kinder ihre Gefühle zu spüren, hizuschauen, sie wahrnehmen zu dürfen und auszudrücken ab.

Damit machen wir sie zu Gefühlslosen bzw. Gefühlsunterdrückern

Doch irgendwann ist das Fass voll und dann…?

Kommen die Gefühle alle auf einmal raus und sie drehen durch, jeder auf seine Weise.

Weil sie nie lernen durften ihre Gefühle auszuleben und wahrzunehmen.

Jeder Schmerz ist ernst zu nehmen, an sonsten stumpft das Kind ab und verliert das Vertrauen in Menschen, das Leben, die Liebe, die Zuneigung!

Gleichzeitig gilt es, wenn es dem Kind gut geht auch Grenzen zu setzen.

Narrenfreiheit ist nicht bedürfnisorientiert!

Meine Meinung!

Und Du benötigst auch Deine Zeit, für Deine Bedürfnisse.

Was sind Deine Bedürfnisse?

Kurz gefasst, bedeutet für mich Bedürfnisorientiert:

Liebe, Vertrauen, Zuneigung, Menschheit, Freude, Glück, Zufriedenheit, Glauben, Grenzen, Regeln, Respekt, Gemeinschaft, Zuhören, ernst nehmen!

und ganz wichtig:

Nimm das Leben leicht und mach es Dir einfach!

Mach nicht aus jeder Mücke einen Elefanten!

Und besonders:

Egal was geschehen ist, Du kannst es nicht rückgängig machen. Lass die Vergangenheit los, arbeite an Deiner Schattenseite und lass sie gehen!

Überlege Dir:

Macht es Sinn sich darüber aufzuregen und Dein Kind anzumachen? Was ändert es? Meist geht es Deinem Kind eh schon schlecht deswegen. Also warum noch mehr Salz in die Wunde streuen? Geht es Deinem Kind damit besser? Geht es Dir damit besser? Wird es deswegen das nächte Mal besser aufpassen?

Ich glaube nicht, es bekommt nur innere Wunden, die es sein ganzes Leben mit herumschleppt und es in vielen Situationen im Weg steht.

Liebe ist hier viel hilfreicher, sodass Dein Kind das Vertrauen nicht verliert!

 

Beispiele aus meinem Leben:

Beispiel 1:

Mein Kleinster schmeißt ausversehen ein Wasserglas um. Anstatt zu meckern, fange ich an zu lachen. Die Kids haben mich nur schief angeschaut und haben angefangen mit zu lachen. Dann ist mein Kleiner aufgestanden, hat sich einen Lappen geholt und alles aufgewischt. Alle waren glücklich, zufrieden und mein Kleiner hat ohne Aufforderung und Stress sich den Lappen geholt und alles weggewischt.

Beispiel 2:

Wir mussten mit dem Auto los, waren etwas spät und sind ins Auto gestiegen. Ich setze zurück und in dem Moment macht mein Mittlerer das elektische Tor zu. Es knarzt, mein Großer ruft: „Mama, was machst Du?“ Ich total irrieitert und dachte erst irgendetwas ist im Kofferraum umgefallen. Dann sagt mein Mittlerer ganz liese: „Ich habe gedacht das Tor wäre noch zu.“ – Ich gucke ihn an und denke: WARUM MACHST DU DAS TOR ZU?

Aber dann fange ich an zu lachen und sage: „Naja, schief sieht es doch viel besser aus, muss doch nicht immer alles gerade sein und das Dach und das Rücklich kriegen wir auch wieder hin.“

Alle lachen wir gemeinsam und fahren los. Mein Mitterer war totzdem die ganze Fahrt in sich gekehrt. So habe ich ihn dann noch mal zu Seite genommen, ihn in den Arm genommen und mit ihm darüber gesprochen.

Es tat ihm total leid und er hätte es gerne ungeschehen gemachet, aber das ist uns beiden nicht möglich.

Aber ich kann meinem Sohn mit Liebe begenen und ihm das Vertrauen geben, dass ich auch in schweren Situationen für ihn da bin.

Und ich bin mir sehr sicher, dass er das Tor nicht noch einmal öffnen möchte, ohne vorher zu checken, ob es doch schon offen ist 😉

Außerdem kann ich das Tor wieder gerade richten oder ein neues einbauen lassen und auch das Auto kann ich wieder „heilen“ – reparieren.

Aber die Gefühle und die Seele meiner Kinder kann ich nicht einfach so neu kaufen, heilen oder einfach wieder gerade richten!

Hier braucht es viel Arbeit, Verständnis, Aufklärung, Auflösung usw. Dann gebe ich ihm doch lieber gleich und in der Situation, das Verständnis, Aufklärung, sodass es erst keine Schattenseite werden kann.

 

Ich wünsche Dir viel Liebe, Verständnis, Aufklärung und Zuneigung

Das Leben kann so einfach sein!

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